Erwachsene

Verlust eines Kindes 

 

 

 

 

 

 

 

 


An jedem neuen Morgen

Rosenblatt, Roger

Ullstein Verlag

Es ist die wohl schmerzlichste Erfahrung, die Roger Rosenblatt in seinem herzzerreißenden Buch „An jedem neuen Morgen“ verarbeitet: den Tod der eigenen Tochter. Als Amy plötzlich stirbt übernehmen Roger Rosenblatt und seine Frau den Haushalt ihrer verstorbenen Tochter. Allmählich finden Amys Eltern, ihr Mann und die drei Kinder in den Alltag zurück, der ihnen den nötigen Halt gibt, mit ihrer Trauer umzugehen. Im gemeinsamen Frühstück wachsen sie zu einer Familie zusammen. Doch Amys Fehlen ist zu jeder Zeit schmerzlich bewusst. Ein Buch voller „schmerzlich-schöner Beobachtungen.“ (Cosmopolitan

 


Briefe an mein verstorbenes Kind

Roeckner, Margret

Herder Verlag

Margret Roeckners Tochter verunglückt tödlich. Zwei Monate nach dem Tod ihrer Tochter beginnt die Mutter ihre Trauer in Worte zu fassen. Sie schreibt Briefe an ihr verstorbenes Kind Sigrid. Ein halbes Jahr lang dauert dieser imaginäre Gedankenaustausch. Margret Roeckner hat für dieses Buch ihre sehr persönlichen Briefe zusammengestellt und sie einfühlsam kommentiert. Dabei schöpft sie aus dem reichen Erfahrungsschatz, den sie sich in ihrer langjährigen Arbeit mit Selbsthilfegruppen verwaister Eltern erworben hat. Ein trostvoller Wegbegleiter für trauernde Eltern.

 


Die gewandelte Trauer

Meier-Braun, Annette
Schlüter, Christiane

Claudius verlag

Ein Kind zu verlieren, ist das wohl schmerzlichste Erlebnis überhaupt. Die Trauer sitzt so tief, dass sie das ganze Leben anhält. Hier setzt das alltagsnahe Praxisbuch für trauernde Eltern und ihre Angehörigen und Freunde an: Statt starrer Phasen herkömmlicher Trauermodelle mit ihren Aufgaben und dem Ziel der abschließenden Integration akzeptiert dieser ganz neue Ansatz die Trauer als lebenslangen Prozess. Die zwei zentralen Botschaften lauten: Alle Gefühle dürfen sein, unabhängig vom Zeitpunkt. Und: Trauernde sind der Trauer nicht ausgeliefert. Das Buch will dazu ermutigen, die eigene Kreativität als Ressource neu zu entdecken und das eigene Leben aktiv zu gestalten – nicht gegen die Trauer, sondern mir ihr. „Sei gut zu deiner Trauer“ lautet das Motto, und das Versprechen dazu: Es wird anders, es wird irgendwann leichter. Denn Trauer lässt sich wandeln. Persönliche Erfahrungen der Autorin verleihen dem Buch eine hohe Glaubwürdigkeit.

 


Die Nacht bringt dir den Tag zurück

Schupp, Isabel

Kampmann Verlag

Berührend und voller Anmut lässt uns Isabel Schupp teilhaben am Leben, Leiden und Sterben ihrer Tochter Pauline. Mit 9 Jahren erkrankt sie an Leukämie. Was folgt, ist eine Zeit, die das Glück an die Seite schiebt und wieder integriert, Hoffnung aufkeimen lässt und begräbt. Pauline ist 16, als es heißt Abschied zu nehmen. Doch das physisch Unabwendbare hebt die „Seins-Verbundenheit“ nicht auf. Für Isabel Schupp leben sie fort: die befreienden Gefühle des Eins-Seins in jedem von Liebe und Glück erfüllten „Augenblick“. Eine spirituell beflügelnde Botschaft!

 


Ich wurde Clown um zu leben

Hartmann, Julia

Gütersloher Verlagshaus

Julia Hartmanns perfektes Leben gerät völlig aus den Fugen, als ihre vierjährige Tochter an Knochenkrebs erkrankt: unzählige Chemotherapien, Krankenhausaufenthalte, Operationen, schließlich eine Beinamputation folgen. Nahezu am Ende ihrer Kraft, erinnert sich Julia Hartmann an ihren Kindheitstraum und verwirklicht ihre persönliche Berufung: Sie wird (Klinik-)Clown. Mit Humor, Zauberkunststücken und Bauchrednerei lockt sie schwerkranke Menschen jeden Alters aus der Verzweiflung und schenkt ihnen ein Stück Hoffnung, während ihre Tochter den zermürbenden und langwierigen Kampf gegen den Krebs schließlich verliert.
Ein emotionales, sehr persönliches Memoir, das Kraft und Stärke spendet
Der bemerkenswerte Lebensbericht einer Frau, die eine Grenzerfahrung durchlebt hat

 


Irgendwie mein Leben

Lippke, Mila

Ullstein Verlag

Mila Lippke ist eigentlich Krimiautorin; mit „Irgendwie mein Leben“ wagt sie jedoch einen mutigen Genre-Wechsel. Sie setzt sich autobiographisch mit dem Tod des eigenen Kindes auseinander und findet dabei für dieses schwere Tabu-Thema genau die richtigen Worte und den passenden Ton. Mara hat eigentlich alles: Sie ist glücklich verheiratet, lebt in einem schönen Haus und ist schwanger. Als die Geburt ihrer freudig erwarteten Tochter kurz bevor steht, erhält sie die Diagnose: Ihr Kind ist im Mutterleib verstorben. Maras Welt bricht zusammen. „Ein reifes Buch zum Thema Trauer" (Rheinische Post)

 

 


Mascha, du darfst sterben

May, Antje

Gütersloher Verlagshaus

Die 17jährige Mascha erlitt bei einem Verkehrsunfall ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Ihre Mutter kämpfte dafür, Maschas Leiden beenden zu dürfen, nachdem klar war, dass die lebenserhaltenden Maßnahmen der Intensivmedizin für sie mehr Fluch als Segen waren.

Antje Mays Buch ist der berührende Nachlass einer Mutter, der den schwierigen Entscheidungsprozess, die Tochter letztendlich aufzugeben, dokumentiert. Ihr bewegender Erfahrungsbericht nimmt die Leser mit in die Welt der Krankenhäuser, wo es häufig an Wärme, Menschlichkeit und Empathie fehlt.

 


Ohne dich

Von Stülpnagel, Freya

Kösel Verlag

Ein furchtbares Ereignis war der Anlass für Freya von Stülpnagel, sich mit den Themen Tod, Verlust und Trauer auseinander setzen zu müssen: Ihr 18-jähriger Sohn nahm sich das Leben. Doch die Familie musste weiterleben. Wie sie das geschafft hat, schildert von Stülpnagel in ihrem „kleinen, einfühlsamen Buch“ (Spiegel) „ohne dich“. Mit Fotos, Gedichten und persönlichen Erinnerungen hat sie ein Buch geschaffen, das wertvoller als die unzähligen anderen Trauerratgeber ist: Es macht Mut, ohne dabei auf die Hinterbliebenen Druck auszuüben, denn sie weiß, dass die Trauer niemals wirklich endet.

 


Vier minus drei

Pachl-Eberhart, Barbara

Heyne Verlag

2008 soll für die „Clown-Doktorin“ Barbara Pachl-Eberhart zum Albtraum werden. An einem unbeschrankten Bahnübergang geschieht das schier Unfassbare. Sie verliert ihren Mann und beide kleinen Kinder. Vier minus drei: Das ist die Horrorbotschaft, die sie verkraften muss. Und wenn es ein Lehrstück für die leidende Seele gibt, dann hat sie es geschrieben. Sie glaubt an die schicksalhafte Bestimmung, schreibt von einer „fröhlichen Himmelfahrt“ und verrät, wie die Verbindung zur „anderen Dimension“ auch die Herzensfreude zurückkehren lässt. Beeindruckend!

 


Viereinhalb Wochen

Bohg, Constanze

Pattloch Verlag

Constanze ist in der 14. Schwangerschaftswoche, als bei ihrem ungeborenen Sohn eine unheilbare Krankheit diagnostiziert wird. Damit steht eine Frage im Raum, die die werdenden Eltern an die Grenzen ihrer Belastbarkeit führt: Soll Constanze das nicht lebensfähige Kind austragen, oder soll sie die Schwangerschaft durch eine Abtreibung beenden? Viereinhalb Wochen braucht das Paar, bis die Entscheidung getroffen ist – viereinhalb Wochen, in denen die beiden sich selbst, ihren Glauben, ihr Leben, ihre Umwelt hinterfragen; viereinhalb Wochen, in denen sie sich informieren, reden, streiten, schweigen, weinen. Bis endlich feststeht: Sie wollen ihren Sohn zur Welt bringen. Julius Felix wird am 23. August 2011 geboren. Er lebt nur zwei Stunden.